Das BSW nimmt am Kölner CSD teil – und daran wird sich nichts ändern

Aktuelles
, 30. Juni 2026

Das Bündnis Sahra Wagenknecht Nordrhein-Westfalen wird wie geplant am Christopher Street Day in Köln teilnehmen.

Auslöser dieser Klarstellung sind Forderungen aus der Linkspartei, das BSW vom CSD auszuschließen. Diese Forderungen weisen wir entschieden zurück.

Zunächst gilt: Seit wann entscheiden politische Parteien darüber, wer an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen darf? Über die Teilnahme entscheidet der Veranstalter – und nicht konkurrierende Parteien. Das BSW wurde, wie bereits im vergangenen Jahr, ordnungsgemäß beim Veranstalter angemeldet. Timon Delawari wurde unsere Teilnahme bestätigt und uns wurde ein regulärer Platz zugewiesen.

Die Behauptung, das BSW sei queerfeindlich, entbehrt jeder Grundlage. Wer sich mit unseren öffentlichen Positionen beschäftigt, wird keinen einzigen queerfeindlichen Beitrag finden. Gleichzeitig engagieren sich zahlreiche Mitglieder des BSW selbst in der LGBTQ-Community.

Dazu erklärt Jana van Helden, Landesvorsitzende des JSW Nordrhein-Westfalen:

„Die Forderung nach unserem Ausschluss ist eine Respektlosigkeit gegenüber allen BSW-Mitgliedern, die auf dem CSD gemeinsam mit vielen anderen Menschen für Freiheit, Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt eintreten möchten. Gerade Frauen, Kinder und queere Menschen leiden besonders unter Sozialabbau und einer Politik, die immer größere Summen für Aufrüstung bereitstellt. Deshalb gehören Frieden, soziale Gerechtigkeit und die Freiheit, das eigene Leben selbstbestimmt zu führen, für uns untrennbar zusammen.“

Das BSW steht für Frieden, soziale Gerechtigkeit und die Freiheit jedes Menschen, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten. Dazu gehört selbstverständlich auch die Freiheit queerer Menschen. Ebenso gehört dazu aber die Freiheit, unterschiedliche politische Auffassungen zu vertreten. Wer politische Vielfalt ausschließen möchte, sollte sich fragen, ob er den Gedanken von Toleranz und Offenheit wirklich ernst nimmt.

Jana van Helden ergänzt:

„Es ist bemerkenswert, dass sich Teile der Linkspartei lieber am BSW abarbeiten, als sich mit den eigentlichen politischen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Dass ausgerechnet unsere Teilnahme kritisiert wird, während die Bundeswehr auf dem CSD kaum thematisiert wird, zeigt, wie selektiv hier Maßstäbe angelegt werden.“

Für das BSW steht fest: Wir werden wie geplant am Kölner CSD teilnehmen. Wir lassen uns weder von haltlosen Diffamierungen noch von parteipolitischen Ausschlussforderungen einschüchtern.

Wir freuen uns auf einen friedlichen, bunten und offenen CSD – denn Vielfalt bedeutet auch, unterschiedliche politische Meinungen auszuhalten.

Das BSW hat die Startnummer A 22
Treffpunkt : Deutzer Werft um 11 Uhr
Offizieller Beginn 11.30 Uhr

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